– da ist noch mehr drin –

FORTSETZUNG: Marco Kamischke im Interview mit Ute Schmeiser vom WESTEND.MG Team

W: Ihr habt inzwischen zwei Konzepte, die beide gut funktionieren. Den 100er Lauf in 24 Stunden und den 50 km Lauf in 12 Stunden. Haben beide ihre Berechtigung?

MK: Absolut, beide Konzepte haben ihre Berechtigung. Beim 50er nehmen wir die Geschwindigkeit raus. Es können mehr Leute mitmachen, weil der Lauf nicht durch die Nacht geht, wie beim 100er. Die Distanz ist für wenig oder gar nicht Trainierte machbar(er). Allein schon über den Willen, weil die Müdigkeit nicht da ist. Deshalb schaffen den 50er fast alle Teilnehmer, die starten. Beim 100er schaffen die ganzen 100 km immerhin 20-30%. Der 50er ist ein guter Einstieg, ein guter Trainingsmarsch. Unser Kernstück und unsere Marke ist natürlich der 100er. Der 50er ist sozusagen ein Supportevent für den 100er.

Dafür gehen wir meilenweit, oder?

W: Habt ihr schon weitere Ideen, vielleicht einen 200er?

MK: Nicht ganz. Unsere Überlegungen gehen in Richtung eines 100 Meilen Marsches, das wären rund 160 km. Das ist eine Idee. Wann wir das umsetzen, wissen wir noch nicht.

W: Dürfen sich andere Länder auf einen Megamarsch freuen?

MK: Ja, in der Tat sind für nächstes Jahr Schweiz und Österreich mit Zürich und Wien geplant. Und in Deutschland kommen weitere Städte und Regionen dazu. Mittlerweile kommen die Tourismusgesellschaften auf uns zu und möchten für Ihre Region einen Megamarsch haben. Sie möchten mehr als Wanderregion wahrgenommen werden und da sind wir die stärkste Veranstaltung, die dieses Image transportieren kann. Wenn wir eine „Wanderung“ organisieren, machen da schnell mal 1.000 Leute mit und der (Werbe)Effekt ist enorm.

W: Die Außenwirkung ist besonders interessant für die Tourismusgesellschaften?

MK: Ja, extrem. Etwa 40% der Teilnehmer reisen zu einem Megamarsch an, kommen also von weiter her. Es gibt richtige Fans, die jeden einzelnen Megamarsch mitmachen, egal wo er ist. Von München bis hoch nach Sylt, wo jetzt unsere Sonderedition stattfindet.

Durch die lange Distanz von 100 km können wir eine ganze Region zeigen. Wir starten in der Stadt, z.B. in München und dann geht es raus aufs Land. Das ist ideal, weil die Städter raus in die Region kommen und diese ganz anders erleben bzw. erlaufen.

Megamarsch geht auf die Insel

W: Der Marsch ist bestimmt ganz unterschiedlich, über Berg und Tal?

MK: Die Landschaft ändert sich in der Tat, das ist faszinierend. Wie z.B. in der Eifel, man startet flach und kommt in eine hügelige Landschaft. Oder jetzt auf Sylt Ende Oktober, da geht es einmal um die ganze Insel. Bei diesem speziellen Marsch kam Sylt auf uns zu. Das ist unser erster Megamarsch Spezial. Hierfür muss man sich bewerben, denn es können nur 333 Teilnehmer mitmachen und nur, wenn man schon einen Megamarsch als eine Art Qualifikation mitgemacht hat.

Es wird sehr, sehr hart werden. Das ist Ende Oktober auf der Insel mit dem starken Wind, das ist kein Sommerurlaub. Sylt ist wirklich eine Herausforderung und verlangt viel ab, wenn man es schaffen will. Da nur so wenige teilnehmen, ist der Ehrgeiz das Ziel nach 100 km zu erreichen, sehr viel größer. Wir freuen uns sehr auf diesen Insel Megamarsch.

W: Danke Marco und viel Erfolg weiterhin mit Megamarsch, viele spannende Kilometer und noch mehr Spaß mit eurem Team und euren Teilnehmern.

Hier geht es zum ersten Teil des Interviews

Website: www.megamarsch.de